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Aus- und Fortbildung

Der Freistaat Sachsen unterhält eine Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFS) als Aus- und Fortbildungseinrichtung für den Brand- und Katastrophenschutz in Nardt. Ihr obliegt die Aus- und Fortbildung sowohl der Angehörigen der Berufsfeuerwehren als auch der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren.

Für den Besuch der LFS durch Angehörige der öffentlichen Feuerwehren, der privaten Hilfsorganisationen sowie der Bediensteten der Gemeinden und Landkreise, die mit Brandschutz-, Rettungsdienst- oder Katastrophenschutzaufgaben betraut sind, werden keine Benutzungsgebühren und Auslagen erhoben. Das Gleiche gilt für die Abnahme staatlicher Prüfungen durch diese Einrichtung.

Landeseinheitliche Lehrunterlagen

Zur Unterstützung der Ausbildung der Angehörigen der Feuerwehren im Freistaat Sachsen wurden durch verschiedene Autoren landeseinheitliche Ausbildungsunterlagen für die Ausbildungen zum Truppmann, Truppführer, BOS-Sprechfunker, Maschinist, Chemikalienschutzanzug-Geräteträger sowie in der technischen Hilfe erstellt. Die Unterlagen werden den Gemeinden, Landkreisen und Angehörigen der Feuerwehren kostenfrei zur Verfügung gestellt. Aufgrund der sehr positiven Resonanz werden derzeitig weitere Ausbildungsunterlagen erarbeitet und veröffentlicht, so z. B. für die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. Aufgrund der Novellierung von Rechtsgrundlagen und der Überarbeitung einer Vielzahl von Feuerwehrdienstvorschriften ist nach Veröffentlichung dieser feuerwehrspezifischen Regelwerke eine Aktualisierung der vorhandenen Lehrunterlagen sowie Ergänzung von weiteren Ausbildungsunterlagen vorgesehen.

Die Unterlagen stehen auf der Internetseite der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule unter folgendem Link: http://www.lfs.sachsen.de/23129.htm zum Download bereit.

Für den Downloadbereich sind unterschiedliche Zugangsberechtigungen eingerichtet, um eine zielgruppenorientierte Nutzung der Unterlagen zu gewährleisten.

Erhöhung der Ausbildungskapazitäten für die Feuerwehren durch die Erweiterung der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule

Bereits in den vergangenen Jahren hat das Sächsische Staatsministerium des Innern durch vielfältige kapazitätserhöhende Maßnahmen (z. B. Erhöhung der Lehrverpflichtung der Lehrkräfte, Vergrößerung der Lehrgruppen, veränderte Anmeldefristen, bauliche Erweiterung Fachbereich Katastrophenschutz) die Lehrgangskapazität der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule von 2.500 im Jahr 2010 auf rund 4.700 (bereitgestellte) Lehrgangsplätze im Jahr 2018 erhöhen können. Allerdings steht dem ein angemeldeter Bedarf von über 14.000 Plätzen im Jahr 2019 entgegen. Daher ist als Bestandteil des Regierungsprogramms »Zukunftspakt für Sachsen« der stufenweise Ausbau der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule mit dem Ziel geplant, die Ausbildungskapazität mindestens zu verdoppeln, um künftig jährlich 8.000 Lehrgangsplätze anbieten zu können. Im Zuge dessen soll eine Erweiterung der Kapazität des Internates von derzeit 166 auf dann 266 Betten vorgenommen werden. Im Rahmen des Ausbaus der Infrastruktur der LFS sind zudem zusätzliche Unterrichtsräume, ein Atem- und Körperschutzzentrum, die Erweiterung von Garagen, der Werkstatt, der Mensa, der Büroflächen für zusätzliches Personal sowie weitere Ausbildungsfreiflächen vorgesehen.

Als erste Teilbaumaßnahme wird im Frühjahr 2019 eine interimistische Bedarfsdeckung durch Container realisiert. Diese werden drei Lehrräume, 50 Internatsplätze sowie Büroflächen für zusätzliches Lehrpersonal enthalten. Im Sommer 2019 soll der Lehrbetrieb für einen zusätzlichen Brandmeister-lehrgang (künftig 4 Lehrgänge pro Jahr) und im Herbst 2019 der für den neu anzubietenden Brand-oberinspektorenlehrgang (B IV) aufgenommen werden.

Als zweite Teilbaumaßnahme erfolgt der Bau einer Mehrzweckhalle inklusive Zweifeldsporthalle. Die zweite Teilbaumaßnahme befindet sich derzeit in der Planungsphase. Baubeginn wird voraussichtlich im Jahr 2022 und Fertigstellung 2024 sein. Parallel erfolgt die Planung der der dritten Teilbaumaßnahme zum Endausbau der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule mit der dauerhaften Einrichtung der zusätzlichen 100 Internatsplätze. Diese wird umfangreiche Baumaßnahmen erfordern, die voraussichtlich im Zeitraum zwischen 2022 und 2025 durchgeführt werden.

Besonderheit: dezentrale Ausbildung

Zur kurzfristigen Verbesserung der Ausbildungssituation der Freiwilligen Feuerwehren ist vorgesehen, mittels zusätzlichen Lehrpersonales der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule künftig bestimmte Fortbildungen dezentral anzubieten. Das Angebot soll sich auf Führungskräftefortbildungen ohne Praxisanteil beschränken, z. B. Fortbildung der Gruppenführer, Zugführer, Wehrleiter und Ausbilder der Feuerwehr. Darüber hinaus sollen auch mehrtägige Stabsübungen für die Freiwilligen Feuerwehren, die Verwaltungsstäbe der Landratsämter, der Kreisfreien Städte, der Landesdirektion sowie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern sowie Fortbildungen für aktuelle Einsatzlagen vor Ort durchgeführt werden. Darüber hinaus ist es für Kurzlehrgänge ohne Praxisanteil möglich, den Reiseaufwand der Lehrgangsteilnehmer zu reduzieren. Ein entsprechendes Ausbildungskonzept befindet sich in der Erarbeitung.

Besonderheit Fahrsicherheitstraining für die Angehörigen der Feuerwehren und BRK-Behörden

Das Sächsische Staatsministerium des Innern führt in Zusammenarbeit mit der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule unterschiedlichste Schulungen zur Erhöhung der Sicherheit bei Fahrten mit Einsatzfahrzeugen für die Angehörigen der Feuerwehren und BRK-Behörden des Freistaates Sachsen durch. Seit dem Jahr 2013 finden Fahrsicherheitstrainings auf dem DEKRA-Testgelände in Klettwitz (Lausitzring), auf dem Sachsenring sowie am ADAC-Fahrsicherheitszentrum Leipzig-Halle statt. Allein an diesen nahmen bisher rund 500 Maschinisten teil. Die Fahrsicherheitsausbildung ist ebenfalls ein unerlässlicher Bestandteil der an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule durchgeführten Grundausbildungslehrgänge der Berufsfeuerwehren sowie seit 2015 auch der Zugführerlehrgänge.

Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit bei Einsatzfahrten, findet sich seit dem Jahre 2016 die Ausbildung an einem LKW-Fahrsimulator (Sondersignal-Simulations-Training in Verbindung mit statischem Fahrtraining) im Lehrgangsangebot der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule wieder. Auch wird seit dem Jahre 2017 ein Lehrgang zur Organisation von Marschverbänden und Bereitstellungsräumen angeboten. 2018 wurde das Lehrgangsangebot erweitert auf Tageslehrgänge »Straßentraining« in Leipzig und »Geländetraining« in Zeithain und Lauchhammer. Des Weiteren findet alle zwei Jahre ein Ausbilderlehrgang »Fahrsicherheitstrainer« sowie jährlich ein Fortbildungslehrgang »Fahrsicherheitstrainer« statt.

Seit 2013 sind so insgesamt knapp 2.600 Feuerwehrangehörige fortgebildet worden (Stand 31. Dezember 2018).

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